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Insel Rügen / Vorpommern

Der Nationalpark Jasmund im Nebel

Anfang Januar auf der Insel Rügen. Ein dichter Nebel liegt über der Landschaft und ein feiner Nieselregen durchzieht die Luft. Das alte Torfmoor ist still, eingehüllt in dicken grauen Nebelschwaden. Es hat an diesem Tag etwas gespenstisches an sich. Im Frühjahr brütet hier immer ein Schwanenpaar und auch ein Graureiher lässt sich hier öfters nieder. Der Wasserstand scheint sich nach dem Herbstregen etwas erholt zu haben, ist aber noch immer nicht auf dem Stand von vor 2018. Weiter führt der Weg entlang einer alten Allee die in den letzten Jahren durch starken Baustellen / Schwerlastverkehr extrem gelitten hat. Heute erwartet man aber eher eine Pferdekutsche, aus dem Nebel hervorkommend, anstatt einem modernen 40 Tonnen Truck. Generell fühlt man sich hier und heute wie aus der Zeit gefallen, wären da nicht der moderne Fahrradweg und das Hupen des Regionalexpress im fernen Sassnitz. Vorbei am alten Kreidebruch, führt der Weg dichter in den Wald. Dort wo Otto Nord einst die Erde urbar gemacht hat, stehen Buchen in einer Größe und Schönheit, wie sie sich vor den „Heiligen Hallen“ bei Feldberg überhaupt nicht zu verstecken brauchen. Wer beim Anblick der kahlen Buchen aber Stille vermutet im Wald, der sei getäuscht. Der Nieselregen mit seinen Millionen von Wassertropfen, verursacht auf dem mit Buchenblättern überzogenen Boden einen gewaltigen Geräuschteppich. Ein Knistern und Rauschen in Wellen, in einen Moment beruhigend und zauberhaft, im anderen Moment dreht man sich erschrocken um, weil man glaubt ein Pferdefuhrwerk fährt durch den Wald. Vielleicht steckt doch noch etwas Magie in diesem Wald.

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